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13.07.2026

Kontrollaktion in der Baubranche

Gemeinsam gegen Schwarzarbeit

Mit Fokus auf das Baugewerbe haben das Arbeitsministerium, das Wirtschaftsministerium und die Generalzolldirektion die diesjährigen Aktionstage gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung durchgeführt. Vom 22. bis 26. Juni 2026 wurden rund 100 Baustellen, mehr als 380 Arbeitgeber und über 1.000 Beschäftigte kontrolliert. Die beteiligten Behörden stellten dabei Verstöße gegen arbeits-, sozial-, handwerks- und gewerberechtliche Vorschriften fest. Die Kontrollteams der Arbeitsschutzverwaltung deckten zahlreiche Mängel bei der Einhaltung der Arbeitsschutzvorschriften auf, darunter teils gravierende Sicherheitsmängel wie fehlende Absturzsicherungen und mangelhafte Gerüste. Die FG 71 des LfGA NRW wertete im Auftrag des MAGS NRW die Ergebnisse aus.

Arbeitsminister Karl-Josef Laumann: „Die Beschäftigten in der Baubranche leisten jeden Tag harte körperliche Arbeit. Sicherheitsmängel auf Baustellen sind lebensgefährlich und können zu schweren Unfällen führen. Deswegen ist es wichtig, hier besonders hinzuschauen. Im Rahmen der Aktionstage machen wir genau das – gemeinsam und jedes Jahr mit dem Fokus auf eine Branche, in der erfahrungsgemäß ein erhöhtes Risiko für Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung besteht. Damit setzen wir ein klares Zeichen gegen Ausbeutung und stärken gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, die sich an Recht und Ordnung halten und verantwortungsvoll mit ihren Beschäftigten umgehen.“

An den Kontrollen waren Beschäftigte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls, Baustellenkontrolleure der Arbeitsschutzverwaltung, Bedienstete der Kommunen sowie anderer Behörden (insbesondere Polizei und Ausländerbehörden sowie Handwerkskammern) beteiligt. Insgesamt waren an den Aktionstagen knapp 550 Kontrollkräfte im Einsatz.

Die Arbeitsschutzverwaltung überprüfte insbesondere die Einhaltung der Arbeitsschutzvorschriften etwa bei Absturzsicherungen, Gerüstverankerungen, der persönlichen Schutzausrüstung und dem Umgang mit Gefahrstoffen. Die Bilanz ist eindeutig: Fast neun von zehn kontrollierten Betrieben (87,5 Prozent) wiesen Mängel auf. Eine Baustelle musste stillgelegt werden. Insgesamt stellten die Kontrollteams der Arbeitsschutzverwaltung 798 Mängel bei der Einhaltung von Arbeitsschutzvorschriften fest.