08.07.2026
Im Juli 2025 gegründet
LfGA NRW feiert einjähriges Bestehen
Das Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen (LfGA NRW) feiert einjähriges Bestehen. Seit Gründung im Juli 2025 fördert die neue Landesoberbehörde einen zukunftsorientierten, gut vernetzten Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) sowie einen handlungsstarken, verantwortungsvollen Arbeitsschutz. Mit dem Ziel, die Versorgung der Menschen in NRW zu stärken, unterstützt das LfGA NRW Kommunen, Behörden und Institutionen.
Geschaffen im Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) Nordrhein-Westfalen, bündelt das Landesamt die Fachkompetenzen des ehemaligen Landeszentrums Gesundheit NRW und des ehemaligen Landesinstitutes für Arbeitsschutz und Arbeitsgestaltung NRW. Rund 300 Mitarbeitende am Hauptstandort Bochum, in Düsseldorf und Münster sind im LfGA NRW tätig.
LfGA-Präsidentin Dr. Simone Gurlit betont: „Gesundheit und Arbeitsschutz gehen Hand in Hand, wenn Aktions- und Handlungsfelder wirkungsvoll miteinander verknüpft werden. Wir wollen Akteure verbinden und die Vernetzung vertiefen, damit die Menschen in NRW möglichst gesund leben und arbeiten können.“
Im Bereich Gesundheit berät und unterstützt das LfGA NRW die Landesregierung, Behörden und Einrichtungen sowie Kommunen und Fachverbände in NRW unter anderem in Fragen der Gesundheitspolitik und bei der Entwicklung von Versorgungsstrukturen. Außerdem ist das Landesamt fachliche Leitstelle für den ÖGD und übernimmt die Koordinierungs- und Schnittstellenfunktion zwischen Landesverwaltung und Akteurinnen und Akteuren des Gesundheitswesens. Essenzielle Themenfelder sind z. B. der Gesundheitsschutz der Bevölkerung, speziell vor übertragbaren Infektionskrankheiten, die Gesundheitsvorsorge und die Arzneimittelsicherheit.
Seit Gründung des LfGA NRW werden regelmäßiger Austausch und Vernetzung mit den Gesundheitsämtern in NRW weiter gestärkt. Gelebt wird dies durch den Aufbau und die Vertiefung von Abstimmungswegen und durch Vor-Ort-Besuche.
Im Rahmen der Gesundheitsförderung und Prävention werden die Gesundheitsämter in ihrer koordinierenden Rolle und bei der Umsetzung einer gesundheitsförderlichen Kommunalentwicklung unterstützt, etwa durch Qualifizierung und Beratung. Das gemeinsame Vorhaben: Gesundheitsrisiken zu minimieren und Gesundheitsressourcen zu stärken. Das im Januar 2026 eingeführte und quartalsweise erscheinende digitale Informationsformat „Kompass Gesundheitsförderung“ zeigt Wissenswertes aus Praxis und Wissenschaft rund um die Thematik auf.
In enger Abstimmung mit dem MAGS übernimmt das LfGA NRW die Koordination des gesundheitsbezogenen Hitzeschutzes in Nordrhein-Westfalen. Dafür ist unter anderem die Landeskoordinierungsstelle am LfGA NRW eingerichtet, die das Angebot an Materialien zur Stärkung des Hitzeschutzes kontinuierlich ausweitet. Die Bedeutung der angebotenen Beratungen, der mehrsprachigen Informationsmaterialien und der für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen abrufbaren Arbeitshilfen rückte zuletzt durch die extreme Hitzephase Ende Juni in den Fokus.
Eine der Kernaufgabe des LfGA NRW ist weiterhin die Erhebung, Aufbereitung und Verbreitung von Daten, die anderen Behörden, Institutionen sowie Akteurinnen und Akteuren im ÖGD und natürlich interessierten Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen. Wöchentliche Infektionsberichte bilden das aktuelle Lagebild in NRW ab, die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen liefern Erkenntnisse zur Kinder- und Jugendgesundheit. Factsheets zur Gesundheit der Bevölkerung zu Themen wie „Chronische Erkrankungen“ (z. B. Typ 2 Diabetes, Rückenschmerzen) oder „Verhalten und Risiken" (z. B. Alkoholkonsum, Bewegung) stellen kompakte Informationen zur Verfügung und das Dashboard „Vertragsärztliche Versorgung“ bietet einen Überblick der fachärztlichen Versorgungssituation in NRW.
Beim Arbeitsschutz versteht sich das LfGA NRW als zentrale Beratungs- und Unterstützungseinrichtung der staatlichen Arbeitsschutzverwaltung. Über das Kompetenznetzwerk Arbeitsschutz NRW, kurz KomNet, sind mittlerweile über 60 000 Anfragen von Privat- und Fachleuten eingegangen, die von einem Team aus Expertinnen und Experten beantwortet wurden. Der Beratungsservice KomNet am LfGA NRW zählt allein seit Gründung des Landesamtes rund 2,4 Millionen Aufrufe und wird im Auftrag des MAGS betrieben.
In Düsseldorf leistet die Geräteuntersuchungsstelle einen Beitrag zur Produktsicherheit, unter anderem durch die Unterstützung von Marktüberwachungsbehörden, denn: Sie prüft Produkte des täglichen Lebens, um die Sicherheit und Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger in NRW zu schützen.
Schnittstellen der Themenbereiche Gesundheit und Arbeit spiegeln sich auch in den Aufgaben der Abteilung Strahlenschutz wider, die das seit Jahren erfolgreich etablierte Mammographie-Screening für Frauen über 50 begleitet. Hinzu gekommen sind begleitende Maßnahmen des neuen Angebots an langjährige Raucherinnen und Raucher zur Früherkennung von Lungenkrebs.
Dr. Simone Gurlit: „Die Themenbereiche des LfGA sind vielfältig, unser Ziel bleibt eindeutig: Wir möchten einen Beitrag dazu leisten, die Versorgung der Menschen in NRW zu sichern und stärken.“