31.10.2025
Vorsichtsmaßnahmen und hilfreiche Links
Informationen zur Vogelgrippe für Bürgerinnen und Bürger
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) berichtet in seinem aktuellen Vogelgrippe-Risiko-Bericht (Stand 20. Oktober 2025) über einen sprunghaften Anstieg von an der Vogelgrippe gestorbenen Vögeln.
Nach aktuellem Stand ist das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland sehr gering. Grundsätzlich gilt: Wer direkten Kontakt zu kranken oder toten Vögeln sowie Ausscheidungen von Wildvögeln vermeidet, schützt sich zuverlässig vor einer Infektion.
In seltenen Fällen kann das Virus auf Menschen übertragen werden, zum Beispiel durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder deren Ausscheidungen. Bei einer Übertragung kann es zu grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Husten, Halsschmerzen oder Muskel- und Gliederschmerzen kommen. Personen, die solche Symptome entwickeln und zuvor wissentlich Kontakt zu kranken oder toten Vögeln hatten, sollten ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen und bei der Untersuchung vom Kontakt erzählen.
Schwere Verläufe, etwa mit Lungenentzündung oder Atemnot, sind sehr selten. Menschen stecken in der Regel andere Menschen nicht an. In noch selteneren Fällen könnte das Virus jedoch so mutieren, dass eine Übertragung von Mensch zu Mensch möglich wird, zum Beispiel, wenn eine gleichzeitige Infektion mit einem menschlichen Influenzavirus vorliegt.
Die Vogelgrippe, auch aviäre Influenza genannt, wird durch Influenza-A-Viren verursacht, die in verschiedene Subtypen und Virusstämme unterteilt werden. Besonders problematisch ist die hochpathogene Form (HPAI, „hochpathogene aviäre Influenza“)“, die bei Vögeln schwere Erkrankungen auslösen kann. HPAI führt zu hoher Sterblichkeit in Geflügelbeständen. Infizierte Vögel zeigen dabei oft allgemeine Krankheitssymptome, reduzierte Nahrungsaufnahme oder auffällige Verhaltensänderungen.
Es gibt auch niedrigpathogene Formen (LPAI), die meist milde oder keine Symptome verursachen, aber in HPAI umschlagen können. Unterschiedliche Viruslinien (Kladen) zirkulieren regional unterschiedlich; in Europa betrifft dies aktuell vor allem die HPAI H5N1-Klade 2.3.4.4b.
Vorsichtsmaßnahmen zur Vogelgrippe für Bürgerinnen und Bürger:
- Kontakt vermeiden: Berühren Sie keine kranken oder toten Vögel, egal ob Wildvögel oder Haustiere.
- Vermeiden Sie direkten Kontakt zu Wildvögeln, zum Beispiel auf Spielplätzen. Halten Sie Abstand zu großen Ansammlungen von Wildvögeln und Orten mit Wildvogelausscheidungen (zum Beispiel Wiesen).
- Hände waschen: Nach Aufenthalten im Freien oder beim Umgang mit Tieren gründlich Hände waschen.
- Schutzkleidung: Personen, die beruflich mit Wildvögeln oder Geflügel in Berührung kommen, sollten Schutzhandschuhe und ggf. Schutzkleidung tragen.
- Tote Vögel melden: Tote Wildvögel können den örtlichen Veterinärbehörden gemeldet werden, damit sie untersucht werden können.
- Geflügelbestände sichern: Wer eigenes Geflügel hält, sollte Stallungen sichern, den Kontakt zu Wildvögeln minimieren und Hygienevorschriften beachten.
Durch diese Maßnahmen lässt sich das Risiko einer Infektion für Menschen zuverlässig minimieren.
Weitere Informationen erhalten Sie unter:
Vogelgrippe: Besteht auch für mich ein Risiko? Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit.
https://www.infektionsschutz.de/download/6748-BZgA_Vogelgrippe_Wichtige_Informationen_im_Ueberblick.pdf
Antworten auf häufig gestellte Fragen zur zoonotischen Influenza bei Menschen. Robert Koch-Institut.
https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Gefluegelpest/Gefluegelpest.html
Pressemitteilung des Landesamtes für Verbraucherschutz und Ernährung Nordrhein-Westfalen